Wenn Adam und Eva streiken

In Paris forderten die Aktmodelle im vergangenen Dezember mehr Geld und froren dafür nackt auf der Strasse. Wer hätte das gedacht, Im Land de Musen und Maler werden Modelle natürlich genauso schlecht entlohnt wie andernorts. Dass sie von den Malern und Bildhauerinnen nicht das meiste bekommen, kann man ja angesichts der angestrengten Finanzlage der Künstler gut verstehen. Dass es dann ein Trinkgeld für die Aktmodelle zusätzlich von den Kurteilnehmern gibt, wer will es ihnen verdenken. Man freut sich ob der pekuniären Geste. Und genau darum geht es in diesem Streik. Frankreichs Behörden wollen kein Verteilen von Schwarzgeldern an Beschäftigte offizieller Stellen (den Unis) Daher haben sie kurzerhand diese menschliche Zuwendung verboten. Nun ists so, daß die meisten Aktmodell eh keine Steuern wegen zu geringen Verdienstes zahlen, wieso also diese Aufregung. Was sagt uns dies, in Frankreich ist mindest genausoviel Amtsschimmel unterwegs wie in unseren Landen.

Wenn sich die Franzosen ausziehen so verhalten sich die Italiener diametral. Ein Jahr vorher behielten Sie die Kleider zum Protest an, wie in einem wunderbaren Artikel von Zettels Raum zu lesen ist.

Strikende Aktmodelle (quelle Süddeutsche)

Erstaunlich nur, und das verwundert mich wirklich immer wieder, wie groß das Medienecho (z.B.Süddeutsche, Bild) ist, wenn sich ein paar Menschen dazu entschließen in der Öffentlichkeit nackte Haut zu zeigen. Das sollten verdi und Co mal adaptieren. Dann klappts auch mit der Durchsetzung ihrer Forderungen.

This entry was posted on Samstag, Februar 14th, 2009 at 02:48 and is filed under Allgemeines, News. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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